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2004: Jugendfestival gegen Vorurteile
Für das diesjährige Jugendfestival young&free im
bayerischen Höchstadt werden neuTUM Kulturprojekte und ich im Auftrag von E.ON
Bayern ein Projekt für Zukunftsentwicklung durchführen. Lassen Sie sich
derweil schon einmal von den Ergebnissen unseres
Engagements aus 2004 inspirieren.
2004: Jugendfestival gegen Vorurteile
Auf dem Jugendfestival young&free im Bayerischen Höchstadt hat die Kölner
Kunstvermittlerin Claudia Jericho (neuTUM Kulturprojekte) mit Manfred
Webel ein Projekt gegen Vorurteile durchgeführt.
Mit E.ON Bayern als Partner wurden alle Bayerischen
Schulkinder aufgefordert, Vorurteile mit stichhaltigen Argumenten zu entkräften.
Neben den ca. 1.500 schriftlichen Vorschlägen, haben 80 Kinder bzw.
Jugendliche eine künstlerische Kette gegen Vorurteile gefertigt. Diese
besteht aus individuellen Einzelfiguren, die aus roten Schaummatten
ausgeschnitten wurden. Auf jeder Figur steht ein Vorurteil und der
Vorschlag, was man dagegen tun kann.
Auf der Hauptbühne konnten alle ca. 25.000
Festivalbesucher die Ergebnisse bewundern und die kreativsten Vorschläge
kennen lernen.
Die elfjährige Petra argumentiert z.B. gegen das
Vorurteil, rauchen sei cool: „Blutgefäße, Herz und Lunge altern
schneller, ist Sterben etwa cool?“
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Jede gestaltete
Figur trägt ein Vorurteil und einen Vorschlag, was man dagegen tun kann,
Foto: Claudia Jericho
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Was
sind eigentlich Vorurteile?
Warum
haben wir Vorurteile?
Vorurteile sind voreilige Urteile,
die wir von Personen übernehmen, denen wir vertrauen. Auf den ersten
Blick helfen uns Vorurteile auch tatsächlich:
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Vorurteile werten uns auf, indem wir andere
Menschen abwerten
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Vorurteile schirmen uns vor Problemen ab, mit denen wir uns nicht
auseinander setzen wollen
-
sie vereinfachen komplizierte
Dinge
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Ministerpräsident
Edmund Steuber mit dem Bürgermeister von Höchstadt, Herrn Brehm, Foto:
Claudia Jericho
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Mit
Vorurteilen machen wir es uns zu leicht,
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weil wir selbst nicht genau über eine vertretene Meinung
nachdenken
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weil wir verallgemeinern und werfen Menschen in eine Schublade
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wir Menschen auf Eigenschaften festlegen, obwohl sich jeder ändern
kann
Insgesamt
machen uns Vorurteile voreingenommen und befangen.
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Die Einzelfiguren
wurden am Stand von E.ON Bayern gefertigt, Foto: Claudia Jericho
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Denn
irgendwie wirkt ein Vorurteil, wie ein Filter in der Wahrnehmung, sind wir
erst 'mal negativ auf etwas eingestimmt, sehen wir auch nur noch Fehler
und Schwächen.
Deshalb
ein paar Regeln, was Ihr/wir gegen Vorurteile für tun können:
Glaubt an Euch
selbst.
Denkt
selbst nach und bildet euch Euer eigenes Urteil.
Seid
unparteiisch.
Lasst
es uns wie die Richter machen:
im Zweifel für den Angeklagten! |
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| Auszug aus der Bühnenansprache |
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Präsentation auf
der Bühne, Foto: Claudia Jericho |
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