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Warum und wie
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Hausbesuch-Kurzbeschreibung

Seit 1985 gibt es den Nationalpark Schleswig–Holsteinisches Wattenmeer und die Diskussion um dieses bemerkenswerte Schutzgebiet. Auch nach 20 Jahren prallen immer noch gegensätzliche Interessen aufeinander, Schutz und Nutzung sind oft nur schwer in Einklang zu bringen. Diskussionen zwischen „Nutzern und Schützern“ kommen nur schwer in Gang, werden dann oft sehr emotional geführt und führen zu Verhärtungen auf beiden Seiten.  Außenstehende gewinnen den Eindruck, dass hier eine „Kulturgrenze“ existiert zwischen Einheimischen, die sich in ihrem freien Wirtschaften eingeschränkt sehen, und (teils zugereisten) Naturschützern, die sich für den Schutz eines unersetzlichen Lebensraumes verantwortlich fühlen oder gesetzlich dazu verpflichtet sind.

 

 

    Die Salzwiese, Foto: Martin Stock

 

Das Kunstprojekt „Hausbesuch“ will diese Kulturgrenze überwinden helfen. Dazu führt das Projekt Menschen in ihrem privaten Umfeld zusammen. Diese privaten Besuche bezwecken, dass die Kontrahenten persönliche Gemeinsamkeiten entdecken können, denn ihre Kinder gehen ohnehin auf die selben Schulen, sie kaufen beim selben Bäcker ein .... Durch das Kunstprojekt sollen sich alle ein wenig näher kommen, um bei zukünftigen Auseinandersetzungen die private und menschliche Ebene mitzudenken.

Der im Umgang mit Konflikten und deren Überwindung erfahrene Künstler Manfred Webel bahnt die „Hausbesuche“ an, moderiert und dokumentiert sie. Als Mediations-Instrument dient dabei ein „Kommunikations-Tisch“. Bereits seine Form macht deutlich, dass er Menschen zusammenführen soll. Am Ende des Projektes wird er als Beitrag zum „Kunstband am Nationalpark“ aufgestellt. Als Tisch-Skulptur dient er nun dauerhaft als Vogeltränke.