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Erinnerungswürfel sind eine Metapher für die Begegnung
mit dem Tod. Sie geben meiner Trauer einen Ort, an den ich gehen kann um
zu erinnern und zu vergessen. In die Würfel kann ich etwas hineinlegen:
ein Bild, einen Gegenstand, einen Text und im übertragenen Sinne: einen
Teil meiner Gefühle, meiner Ängste, meiner Trauer.
Sie helfen mir, jemandem nahe zu sein, den ich nie mehr treffen kann. Und
gleichzeitig einen Abstand zu meinem eigenen Vergehen zu wahren. |
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Portrait Manfred Webel: Matthias Groppe |
"Auch um der Toten zu gedenken, brauchen wir Ankerpunkte der Trauer, damit
wir den Schmerz hinterher in eine Kiste stecken und ein weiteres Jahr
zwischenlagern können, und wenn wir ihn das nächste Mal auspacken, stellen
wir fest: Wir hatten ihn größer in Erinnerung.”
(aus: ‘Der Schwarm’ von Frank Schätzing, S. 993, Kiepenheuer&Witsch, 2004)
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Ein Werk des Künstlers Timm Ulrichs, das dieser als junger
Mann auf dem Friedhof hat aufstellen lassen |
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